Über die Autorin
Susanne Anna Lydia Holstein ist Diplom-Sozialpädagogin, Dozentin und Impulsgeberin im Bildungs- und Pflegebereich. Mit dem Masterabschluss in Governance Soziale Arbeit (M.A.) verbindet sie wissenschaftliche, sozialpolitische, organisationale und bildungsbezogene Perspektiven in ihrer Arbeit.
Seit vielen Jahren begleitet sie Auszubildende, Quereinsteigerinnen, Führungskräfte und Teams in anspruchsvollen Lern- und Entwicklungsprozessen. Ihre Arbeit ist geprägt von einer klaren Überzeugung: Fachlichkeit und Menschlichkeit gehören untrennbar zusammen – und die Sprache entscheidet darüber, ob beides wachsen kann.
In ihrer Tätigkeit in den verschiedenen Berufsfeldern und diversen (Pflege-)Schulen erlebt sie täglich, wie sehr Worte, Haltung und Führungskultur das Lernen und langfristig das Leben beeinflussen. Besonders die Quereinsteigerinnen in der Lebensmitte liegen ihr am Herzen – Frauen mit beruflicher Erfahrung, biografischer Tiefe und hoher Verantwortungskompetenz, die in Ausbildungssystemen oft um ihre Anerkennung ringen müssen.
Susanne Anna Lydia Holstein setzt sich dafür ein, dass diese Kompetenzen gesehen und gestärkt werden – und das nicht trotz, sondern gerade wegen dieser spannenden Lebensphase. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die berufliche Perspektive von Frauen in den Wechseljahren. Sie versteht diese Zeit nicht als Defizit oder Rückzug, sondern als Phase der Klärung und Neuorientierung. Die wachsende Sensibilität, die veränderte Wahrnehmung und die innere Reifung begreift sie als Ressource – als eine besondere Form von Feuerkraft, die aus Erfahrungen entsteht. Für sie liegt darin eine stille, aber kraftvolle individuelle Qualität, die Organisationen stabilisieren, Ausbildung beeinflussen und nachhaltig verändern kann.
Zur Bildungsarbeit kam sie aus der tiefen Überzeugung heraus, dass Lernen mehr ist als Wissensvermittlung. Menschen lernen ganzheitlich, mit allen Sinnen, Gefühlen, aber auch mit Ängsten und gegen erlernte Vorurteile. Besonders die Quereinsteigerinnen haben damit zu kämpfen, weil sie mit so viel Motivation kommen – einer Feuerkraft, die auf Wachstum ausgelegt ist – und schnell lernen müssen: Das ist hier nicht erwünscht. Und diese Begrenzungen zu sprengen, mehr zuzulassen und neue Wege zu beschreiten, dafür steht Susanne Anna Lydia Holstein.
Denn schon früh hat sie erfahren und erlebt, wie stark Worte prägen können – stärkend oder begrenzend, starr oder freiheitlich. Diese Erfahrung begleitet sie bis heute und prägt ihre Arbeit. Sie versteht Bildung als einen Beziehungsraum, in dem Menschen wachsen dürfen, wenn sie ernst genommen und akzeptiert werden – fachlich wie menschlich.
Susanne Anna Lydia Holstein arbeitet an der Schnittstelle von Bildung, Führung und Unternehmensentwicklung. Dabei geht es ihr nicht um schnelle Lösungen, sondern um Bewusstheit: Wie sprechen wir miteinander? Welche Räume eröffnen wir? Welche Wirklichkeit erschaffen wir durch unsere Haltung? Wie sehen wir die Mitarbeitenden – zukünftige und bleibende – als Chance in jeder Lebensphase? Oder nur als „benutzbares Kapital“, um jeden Preis?
Mit diesem Buch möchte sie Frauen ermutigen, ihre Stimme im beruflichen Kontext nicht leiser, sondern klarer werden zu lassen. Wechseljahre sind für sie keine Phase des Verschwindens, sondern eine Zeit, in der sich Wesentliches bündelt. Eine Zeit, in der Feuerkraft nicht laut sein muss, um wirksam zu sein. Sie ist überzeugt: Wenn Erfahrung, Sensibilität und Klarheit zusammenkommen, entsteht eine besondere Form von Stärke – ruhig, wach und entschlossen. Eine Kraft, die nicht verbrennt, sondern wärmt. Die Feuerkraft, die nicht zerstört, sondern schützt, ordnet und neue Räume öffnet. Und manchmal beginnt genau dort echte Veränderung.
Nutzen wir sie, um frauenfreundliche Unternehmen zu schaffen, in denen die Lust auf die Arbeit und das gemeinsame Erleben pulsiert und die verlockend für neue Mitarbeitende jeden Alters sind. Und die für Auszubildende ein Magnet sein können, in dem sie fachlich lernen und menschlich wachsen dürfen.
Susanne Anna Lydia Holstein